Angenehm sinnlich, heitere bis leidenschaftlich und auch schmerzliche Texte erwarten den Zuhörer in dieser Lesung. Aufgelockert wird das Programm mit abwechslungsreicher Musik aus dem Player.
Es kommen Figuren zu Wort deren Dasein aus einem kulturellen Misch Masch entstanden sind. Hybride Identitäten, die sagen könnten: Ich bin, weil ich mir widerspreche.
Sie sind jung, sie sind schön, sie sind hochgebildet, sie leben und sind Teil unserer Gesellschaft und unserer Zeit und – sie sind strengreligiös. Oder fundamentalistisch? Fünf Frauen, Generationen von Migrantinnen am Scheideweg.
Die zweisprachige Produktion „not“ zeigt einen emotionalen Ausnahmezustand zweier Figuren. Diese durchleben eine Störung ihres alltäglichen Normalzustandes, ... in eine von Identitätsverlust gezeichnete dargestellte Verstörung. ...
Wer kann leugnen, dass Migranten ehemals Bewohner von fernen Planeten waren und hier aus Versehen notgelandet sind. Dabei hatten sie doch nur eine interplanetarische Butterfahrt gebucht. Und jetzt haben sie Kinder mit seltsamen Namen wie „Wir haben Glück gehabt“ oder „Wer die Sonne kennt.“ Mittlerweile ist diese Raumschiffnotlandung eine ganze Weile her und kaum jemand erinnert sich noch an dieses Ereignis.
Ahmed wird an einem sonnigen Tag in Marokko geboren, lebt ein unbeschwertes Leben bis er eines Tages seine erste Monatsregel bekommt.
Verzweifelt darüber bisher nur sieben weibliche Nachkommen gezeugt zu haben, hatte sein Vater sie bei ihrer Geburt zum Sohn erklärt.
"Ich kämpfe seit ich in diesem verruchten Deutschlandhaus bin"
Es sind die türkischen Frauen der zweiten und dritten Generation, die sich mit Selbstbewusstsein zeigen und dabei von den Gefühlen des Dazwischenstehens erzählen, der Nichtakzeptanz sowohl in der türkischen als auch in der deutschen Gesellschaft, von ihrem Leben, ihren Problemen und Sehnsüchten in Deutschland, der Notwendigkeit, sich eine eigene Identität in diesem Land zu erkämpfen und mit dem alltäglichen Rassismus umzugehen.